Die Reise mit dem Motorrad und dem Zelt sind ein Gefühl von Freiheit. Man ist nah an der Natur und kommt in den direkten Kontakt mit der Umwelt. Bei schönem Wetter und in warmen Gebieten ist das Zelt meist eine tolle Sache. Wenn man das Zelt erst am Abend aufbaut ist auch die Temperatur im Zelt in der Regel kein Problem.

ABER ... was macht man bei schlechtem Wetter. Wenn es tagelang regnet und die Ausrüstung gefordert wird ist es wichtig eine gute Ausrüstung dabei zu haben. Deshalb möchte ich Euch hier meine Ausrüstung erläutern, mit welcher ich bisher einige schöne Reisen unternehmen konnte.

Kochset

Bei meinen Reisen versuche ich soweit möglich autark zu sein. Bisher habe ich sehr gute Erfahrungen damit gemacht, Ausrüstung, Lebensmittel usw. für einige Tage vorzuhalten. Beispielsweise saß ich in Italien 4 Stunden unter einer Brücke das es monsunartig geregnet hat. Kein Problem wenn man Wasser, Lebensmittel und einen Kocher für einen warmen Tee und eine warme Mahlzeit dabei hat.

Dabei verwende ich einen günstiges Kochset für 1 Person, mit welcher ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Es besteht aus 9 Teilen und die Töpfe sind aus Aluminium. Da alles innerhalb der Töpfe verstaut werden kann, ist das Packmaß sehr gering. Mit einem Gewicht von 571 Gramm habe ich auf dem Motorrad ebenfalls keinerlei Probleme.

Zum erwärmen von Wasser, Suppen und Trekkingnahrung funktionieren die Töpfe sehr gut. Zum Braten von Steaks, Bratwürsten usw. sind diese nicht geeignet. Die Grundfläche ist auch zu gering um ein normal großes Steak auf dem Boden braten zu können.

Beim Erwärmen von Speisen ist bisher nie etwas angebrannt. Auf den Reisen spüle ich dies direkt nach dem Kochen mit klarem Wasser aus. Da ich immer ein Schnapsglas mit Spülmittel dabei habe, nutze ich dies wenn ich auf Campingplätzen bin.

Nach einer Reise habe ich die Töpfe auch in die Spülmaschine, dadurch ist etwas die Farbe verblasst, aber keinerlei Abplatzungen oder sonstige negative Auswirkungen.

Das Besteck ist für Suppen, Nudeln, etc. durchaus geeignet, allerdings sollte man noch ein ordentliches Messer mitführen. Den Ständer für die Gasflasche nutze ich nicht, da dieser nicht wirklich auf die gängigen Gasflaschen passt.

Der Kocher wird oben auf die Gaskartusche geschraubt und ist sehr kompakt. Dann klappt man die Topfhalter auf und kann direkt loslegen. Mit Piezozündung kann dieser auch ohne eine zusätzliche Feuerquelle gestartet werden. Die Leistung ist für die mitgelieferten Töpfe ausreichend, jedoch verliert der Brenner mit zunehmender Höhe (dünnere Luft) an Leistung.

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Gaskartuschen

Um das Kochset bzw. den Gaskocher zu betreiben sind Gaskartuschen notwendig. Für den o.g. Kocher wird eine Kartusche mit Schraubanschluss benötigt. Nicht verwechseln mit den Stechkartuschen! Die Kartuschen mit Schraubanschluss sind im Internet, dem Baumarkt oder im Campingbedarf zu erhalten.

Die Größen der Kartuschen variieren von 190 Gramm bis hin zu 500 Gramm. Für kalte Regionen gibt es auch ein spezielles "Wintergas". Das bringt uns auch gleich zum großen Nachteil vom Gaskocher, die Außentemperatur. Bei geringen Temperaturen ist das Gas in der Kartusche nicht mehr gasförmig, sondern verflüssigt sich. Dadurch steigt es nicht mehr nach oben aus der Öffnung. Bisher hatte ich bis 5 Grad keinerlei Probleme etwas zu erwärmen. 

Auf dem Bild sieht man den Gewichtsunterschied meiner Kartusche nach einem Jahr auf Tour. Vielleicht war ich einfach noch zu wenig unterwegs, aber der Verbrauch ist wirklich gering. Deshalb würde ich zukünftig auch kleinere Kartuschen kaufen.

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Zeltbeleuchtung

Damit es auch am Abend bzw. Nachts im Zelt hell ist, benutze ich eine LED Lampe von Decathlon. Sie hat drei verschiedene Leuchtmodi - rot - dunkel - hell. Die Laufzeit der Batterien ist abhängig vom eingestellten Modus.

Durch den Gurt kann ich Lampe gut im Zelt an einem Haken befestigt werden. Alternativ kann man die Lampe auch auf einen Tisch stellen beim Essen. Betrieben wird die Lampe mit vier AA-Batterien.

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